Gesundheit und Sicherheit haben Vorrang – Freibad Sprendlingen bleibt in dieser Saison geschlossen
„Nach sorgfältiger Abwägung haben wir uns darauf verständigt, das Freibad Sprendlingen in der laufenden Saison nicht wieder zu eröffnen“, erklärt Oliver Wernersbach, erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde Sprendlingen-Gensingen. Das Schwimmbad musste am vergangenen Sonntagnachmittag wegen des Großbrands in Sprendlingen geschlossen werden. Der dichte Brandrauch war unmittelbar über das Bad gezogen und verursachte einen starken Rußniederschlag über dem Freibadgelände. Im späteren Verlauf wurde das Wasser aus dem Becken zudem zur Sicherstellung der Löschwasserversorgung genutzt.
„Die Entscheidung, das Bad in dieser Saison nicht wieder zu öffnen, wurde nach sorgfältiger Abwägung der Umstände gemeinsam mit dem Vorstand der Verbandsgemeindewerke und dem Team des Schwimmbads getroffen“, erläutert Wernersbach. Ihnen allen wäre der Schritt nicht leichtgefallen, „es ist aber die einzig vernünftige Entscheidung, insbesondere mit Blick auf die Sicherheit der Badegäste“.
Wernersbach verdeutlicht, dass die reguläre Freibadsaison planmäßig am 30.08.2026 geendet hätte. Durch den starken Rußniederschlag, der vor allem das Freibadgelände einschließlich des Schwimmbeckens getroffen hat, seien aber aufwändige Reinigungsarbeiten notwendig. „Diese wurden bereits am Montag begonnen, sodass Bänke und erste Flächen gereinigt wurden.“ Jedoch seien auch die Liegewiesen intensiv betroffen, hier wolle man nicht einfach nur den Ruß mit Wasser abspülen, sondern auch eine Beprobung des Bodens vornehmen. „Auf den Wiesen liegen die Gäste, Kinder toben und es fällt dabei sicher auch mal etwas ins Gras, was kurz danach doch gegessen wird. Hier sehen wir uns in der Verantwortung, besondere Sorgfalt walten zu lassen“, so der erste Beigeordnete. Da die Überprüfung der Bodenproben jedoch zwischen eineinhalb und zwei Wochen dauert, blieben nur noch rund zwei Wochen übrig, in denen zunächst das Becken wieder befüllt und das Bad wieder betriebsbereit gemacht würde. „Letztlich würde dann ein sehr großer Aufwand betrieben, um die Freibadsaison nach etwa einer Woche regulär zu beenden“. Dies stehe auch mit Blick auf den Aufwand, der sich durch das Nachbefüllen und Reinigung des Beckenwassers ergeben, in keinem vertretbaren Verhältnis.
Dass das Wasser aus dem Becken zur Brandbekämpfung genutzt wurde, sieht Wernersbach als richtige Entscheidung an. „Die Zusage, dass Wasser für die Brandbekämpfung nutzen zu können, wurde sehr bewusst getroffen. Hier geht die Bekämpfung der Notlage definitiv vor dem Freibadbetrieb. Das Freibad hat damit einen wichtigen Bestandteil der Gefahrenabwehr dargestellt“.
Mit der Entscheidung, das Freibad geschlossen zu halten, wurde bereits die vorgezogene Eröffnung des Hallenbades beschlossen. „Wir möchten dieses rund eine Woche früher als geplant öffnen, die Vorbereitungen dazu haben bereits begonnen“. Als kleine Kompensation der verkürzten Nutzungszeit des Freibades werde für Dauerkarteninhaber in der ersten Woche der Hallenbaderöffnung kein Eintritt erhoben, zudem erhalten diese im kommenden Jahr eine Ermäßigung auf den Erwerb einer Dauerkarte für die Freibadsaison.
„Wir bitten unsere Freibadgäste um Verständnis dafür, dass das Freibad für die übrigen Wochen dieser Saison geschlossen bleibt. Uns ist es aber ein wesentliches Anliegen, die Unbeschwertheit beim Toben und Verweilen im Schwimmbad nicht aufs Spiel zu setzen, weil ein mulmiges Gefühl angesichts des Rußniederschlags während des Brandes vielleicht doch mitschwingt. Wir möchten, dass unsere Gäste sich wohlfühlen und dies gelingt in erster Linie, durch die Gewährleistung von Sicherheit im Bad – sei es beim Schwimmen im Becken oder beim Verweilen auf Wiesen und Flächen“.
(Stand: 05.08.2026)